Saturday, January 12, 2013

Sandra litt an Fibromyalgie



Ich bekomme gerade den Artikel aus „Spass für mich“ Nr. 1 /2013 (S. 32) zugesteckt. Titel: „Jahrelang glaubten mir die Ärzte nicht“. Das ist leider die Wirklichkeit, die ich immer noch nicht verstehen kann. Haben die Damen und Herren Kollegen während des Studiums nicht aufgepasst? Schmerz ist ein subjektives Empfinden, über das nur derjenige Auskunft geben kann, der daran leidet. Das hat nichts mit Glauben zu tun.

Die Zeitschrift berichtet über die Odyssee einer Patientin namens Sandra V., deren Beschwerden schon in der Kindheit begonnen hatten. „Also bekam ich Massagen verschrieben, doch dadurch wurden die Beschwerden nur schlimmer.“ Auch das ist ein Phänomen, das ich immer wieder geschildert bekomme. „Ich fühlte mich wie eine Simulantin.“ Ich bekomme dieses Gefühl ebenfalls häufig geschildert.

Schließlich wir die Diagnose von einem Rheumatologen gestellt. Sandra V. war glücklich, erfahren zu haben, woran sie leidet. Daniel J. Clauw hat vielfach auf internationalen Kongressen auf die Wichtigkeit einer Diagnosestellung hingewiesen. Schon die Benennung der Erkrankung kann den Betroffenen helfen.

Ob die Krankheit unheilbar ist, steht nicht fest; allerdings wird sie lebenslang ein Problem bleiben, gegen das man aktiv angehen muss. Hier kommt mir im Artikel das Prinzip Hoffnung etwas zu kurz. Man darf durchaus hoffen, mit weniger Schmerzen, sogar streckenweise ohne Schmerzen sein Leben zu führen.

Auch der Info-Kasten „Was ist Fibromyalgie?“ ist erfrischend richtig zur Diagnose Fibromyalgie. Die empfohlene Internet-Seite kann ich allerdings nicht weiterempfehlen, da sich dort viele Ungenauigkeiten finden und nicht der aktuelle Forschungsstand mitgeteilt wird. Die Vereinigung hatte früher einmal versucht, sich den Begriff „Fibromyalgie“ patentieren zu lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich hatte mich nur gefreut, in der allgemeinen Presse ziemlich viel Richtiges über das Fibromyalgiesyndrom lesen zu können.



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