Friday, June 2, 2017

Biosimilars zu Rituximab (MabThera)




Jetzt kommen auch die lang erwarteten Biosimilars zu Rituximab. Nicht, dass ich sie mir gewünscht hätte, aber sie sind doch überfällig, da das Patent für MabThera (Originator Rituximab von Roche) schon länger ausgelaufen war; MabThera wird seit 1998 eingesetzt. Jetzt ist bereits Truxima (Biosimilar Rituximab von Mundipharma bzw. Celltrion [1]) auf dem Markt und Riximyo oder Rixathon (Biosimilar Rituximab von Novartis bzw. Sandoz [2,3]) hat einen positiven Bescheid für die Zulassung.

In der Rheumatologie wird Rituximab bei rheumatoider Arthritis, Granulomatose mit Polyangiitis (M. Wegener) und mikroskopischer Polyangiitis entsprechend der Zulassung eingesetzt. Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper sich an CD20-Proteine auf der Zelloberfläche von B-Lymphozyten bindet, um die Zelle dann in die Apoptose (geplanter Zelltod) zu bewegen.

Die Biosimilars sind in Studien gegen das Originalpräparat getestet worden und unterschiedenen sich nicht signifikant in Wirksamkeit oder Nebenwirkungen. Das schließt Mikroheterogenitäten nicht aus – das sind minimale Abweichungen. Aber die können auch schon beim Originalprodukt auftreten [4].

Warum jubele ich jetzt nicht? Weder Truxima noch Riximyo oder Rixathon bringen irgendeine Neuerung. Sie bringen mir mehr Arbeit und Patienten Verunsicherung und Angst. Und das nur, weil jemand anders Geld verdienen will. Ich meine, dass Forschungsgelder in Neuentwicklungen und nicht in die Nachahmung von bestehenden Produkten gehören. Aber selbstverständlich werde ich das preisgünstigste Präparat einsetzen, denn dafür sorgt das Gebot zur Wirtschaftlichkeit.

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